Über 50 Jahre Autohaus Reiche

„Kauf dir einen Goggo und geh zu Onkel Otto“. Dieser Werbespruch wurde vom verstorbenen Seniorchef selbst kreiert. Er eröffnete 1955 in der Gartenstraße ein freigewordenes Pachtgeschäft.

Um genau zu sein war dieser Anfang in Grossbottwar nur die Fortsetzung seiner duch Flucht aufgegebenen Firma in Eilenburg bei Leipzig. Dort gründete er bereits 1920 als Lackiermeister einen Technischen Betrieb für Kutschwagen, aus der später ein stattlicher Kfz-Betrieb mit Lackiererei entstand. Aber wie so viele Unternehmer in der damligen DDR überrollte auch ihn die politische und wirtschaftliche Lage und so musste er im Mai 1953 zusammen mit seiner Ehefrau fluchtartig seinen gesamten Besitz verlassen.

Nach zwei Jahren Flüchtlingslager in Berlin, Weinsberg, Backnang und zuletzt in Bernau, entdeckte Otto in der Zeitung die folgende verlockende Anzeige: „KFZ-Werkstatt mit Wohnung in Grossbottwar zu verpachten“.

Das war der Beginn der über 40-jährigen Firmengeschichte.

Trotz seines Alters mit 61 Jahren wagte er zusammen mit seinem Sohn Lothar und seiner Schwiegertochter Johanna den Schritt ins schwäbische Ländle, um dort Kfz-technische Dienste zu leisten.

Es war nicht einfach in Grossbottwar Fuß zu fassen. Allein der unterschiedliche Dialekt gestaltete das heimatliche Zusammenwachsen spannend. Doch sein Schaffen, sein Fleiß und sein Können stellte er unter Beweis und hatte gute Chancen von den Schwaben ins Vertrauen genommen zu werden.

Das war auch in den ersten Monaten 1955 und 1956 so. Motorroller, Motorräder, Autos und sogar

Schlepper wurden gehandelt und repariert. Der Verkauf von Goggomobilen wurde mit dem am Eingang beschriebenen Werbeslogan „Kauf dir einen Goggo dann geh zu Onkel Otto“ ein voller Erfolg. Die Grossbottwarer staunten, als der erste Waggon mit Goggos am Bahnhöfle entladen wurde.

Die Adam Opel AG wird Partner

Nun die Autos wurden größer und gleichzeitig Symbol des technischen Fortschritts.

So gewann die Familie Reiche im Jahr 1963 die Adam Opel AG als Markenpartner.

Die Verkaufszahlen stiegen, der Platz wurde enger. 1963 kaufte Otto Reiche ganz in der Nähe ein altes Bauernhaus. Neue Verkaufsräume, Büros und eine Tiefgarage entstanden. Und zusätzlich – was auch immer dringender wurde – endlich zwei Wohnungen, denn Lothar und Johanna Reiche hatten inzwischen drei Kinder bekommen.

Endlich sah Otto Reiche seinen Traum verwirklicht, der ihm in der damaligen DDR versagt blieb: Ein eigenes Geschäftshaus wurde mit einer grossen Opel-Sonderschau in Juni 1965 eingeweiht.

1969 verstarb Otto Reiche mit 75 Jahren. Sein Sohn Lothar und Ehefrau Johanna übernahmen die Geschäfte.

Der grosse Schritt in die Zukunft: Das neue Autohaus im Hoftal

Die Anzahl der Kunden, aber auch die Zahl der Mitarbeiter wuchs in den Jahren ständig an und so reichte die Ausstellungsfläche für Neu- und Gebrauchtwagen bald nicht mehr aus.

Der Aufstieg des Autohaus Reiche ging unaufhaltsam weiter. Aus der kleinen Pacht-Tankstelle mit Autoreparatur wurde ein hochtechnisiertes Autohaus mit verschiedenen Abteilungen. Bereits sechs Jahre nach dem Neubau in der Gartenstrasse wurde im Dezember 1971 der Kaufvertrag für 6500 qm Bauland im neu erschlossenen Hoftal unterzeichnet. Damit unterschrieben Johanna und Lothar Reiche aber auch eine grosse unternehmerische Verpflichtung für die Zukunft.

Schon ein Jahr später fand der Umzug statt und im März 1973 wurde mit einem Tag der offenen Tür die neue Pracht gebührend eingeweiht.

 

Viel zu gross, meinten damals einige. Aber, wer die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden ernst nimmt und auf Wettbewerbsfähigkeit setzt, kann sich dem Wachstum und den damit verbundenen Investitionen nicht entziehen.

Nicht zuletzt deshalb wurde 1977 eine neue Karosseriehalle ihrer Bestimmung übergeben.

Schritt für Schritt – Fortschritt

10 Jahre danach – im Jahre 1987 – wurde die neue Annahmestelle feierlich eröffnet. 1990 entstand eine technisch moderne Lackierhalle. So fügte sich ein Leistungsbaustein an den anderen und vervollständigte das heutige Service-Rundum-Angebot.

Feiern verbindet

Wer erinnert sich nicht gerne an die vielen Aktionen und Attraktionen der vergangenen Jahre im und um das Autohaus Reiche: Helldriver-Show, Modeschauen, Hubschrauber- Rundflug,

Oktoberfest, Kutschenfahrten, Bimmelbahntouren, Mac-Donald- und HVG-Bewirtungen, musikalische Highlights und und und – immer war etwas los.

Auch Unterstützung für Schulen, Kindergärten und Vereine waren und sind schon immer aktive Maßnahmen in und für die Öffentlichkeit. Keine Idee war zuviel und unter Johanna Reiches Federführung auch stets in guten und organisatorisch talentierten Händen. „Man sieht halt, dass da eine Frau am Werk ist“, war eine immer wieder zu hörende Aussage. Auch die Werbung wurde von ihr mit viel kreativem Spürsinn und Feingefühl in die Medien gebracht. Das brachte auch die Zeitungen dazu, bei vielen Gelegenheiten über Erfolge oder gute Taten des Opel-Reiche-Teams zu berichten.

Ein gutes Betriebsklima bringt Schwung in den Service.

Die Mitarbeiter sind das grösste Kapital eines Unternehmens. Wer mit diesem Bewusstsein herangeht, der setzt persönliche Qualität vor alle anderen Qualitäten. Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nimmt bei Reiche damit einen wichtigen Rang ein. Auch lässt das Reiche-Management seine Mitarbeiter in wichtigen Bereichen mitentscheiden. Mit ein Grund, warum die Mannschaft auch in schwierigen Zeiten hinter den Chefs steht.

Viele Mitarbeiter sind schon lange Jahre im Betrieb, das wissen auch die Kunden zu schätzen. Miteinander und Füreinander im Team – so wird Kundenzufriedenheit an der Wurzel angegangen. Sie sehen, die Geschäftsleitung spricht mit Stolz über ihr Team.

Schon 14mal konnte das Opel-Top-Team des Autohaus Reiche bei dem Wettbewerb „Wissen ohne Grenzen“ die goldene Ehrenurkunde der Adam Opel AG bekommen. DEKRA-Tests für höchste Qualität sind genau so eine Selbstverständlichkeit wie die goldene Umweltmünze.

Claus und Diane Reiche schreiben die Geschichte fort

Claus Reiche, der Juniorchef weiss was er will.

Zusammen mit seiner Frau Diane und seinen Mitarbeitern wird er auch weiterhin kundenorientiert denken und handeln. Immer einen Schritt voraus, so soll es auch in Zukunft sein. Eine Erweiterung und Modernisierung der Service- und Ausstellungsräume zu einem Kundenzentrum, wurde 1998 realisiert und die großen, hellen Räume laden auch Sonntags zum Bummeln ein.

Ja über 50 Jahre – eine stolze Entwicklung. Über 10.000 neue Opel-Fahrzeuge und ca. 6.000 Gebrauchtwagen sind in dieser Zeit verkauft worden. Gegenwärtig hat das Autohaus Reiche einen jährlichen Umsatz von 20 Millionen DM. In einem grossen regionalen Umfeld ist das Autohaus Reiche das grösste seiner Art.

Es ist wie ein Lebensprinzip: Wer positive Ursachen setzt wird auch positive Wirkung erzielen. So ist der heute zu feiernde Erfolg eine Auswirkung von zielstrebigem Management, verbunden mit Freude, Mut und Durchhaltevermögen.

Auch wenn die Erfolgskurven mal nach unten fallen, wer die Chancen der Zeit erkennt, wird umso schwungvoller wieder nach oben kommen. Die über 50 Jahre im Ländle waren sinnvoll angelegt – DANKE, dass Sie uns bis hierher begleitet haben.

 

Bleiben Sie uns treu - Ihre Familie Reiche

Unsere Öffnungszeiten

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Freitag: 7:00 - 17:30 Uhr

Samstag: 8:00 - 12:30 Uhr

 

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